Bundesgerichtshof Karlsruhe

Der Erweiterungsbau des Bundesgerichtshofes legt sich als Mäanderabschnitt in das trapezförmige Grundstück der Fächerstadt Karlsruhe und korrespondiert dabei in differenzierten Abschnitten mit der Umgebung.

Den wechselnden Funktionen antwortet die Ausformung der Fassadenabschnitte, wobei die markanten Bereiche des Baukörpers starke Plastizität entwickeln und sich dadurch mit großer visueller Stabilität auf dem Grundstück verankern. Der scharfkantige, klare Baukörper mit seiner hellen Travertinfassade wird durch ein rhythmisches Spiel versetzter Fensteröffnungen bewegt, geschlossene und offene Abschnitte in kraftvollen Proportionen gegeneinander gesetzt.

Souverän wird mit dezenten Mitteln eine symbolische Architektursprache formuliert – sei es die Anspielung der Bibliotheksfassade auf Bücherrücken, oder auch die große, öffnende Geste der Empfangshalle – ohne eine „große Instrumentierung“ bemühen zu müssen.