Gymnasium | Jugendhaus | Sporthalle Frankfurt/Main

Städtebau

Der Gesamtentwurf das Planungsgebiet reagiert in flexibler Weise auf die verschiedenen städtebaulichen Parameter an der Schnittstelle zwischen den Quartieren Ginsterhöhe, Mitte und dem Landschaftsraum des Kätcheslachparks. Zur Altenhöferallee wird eine feste Blockkante ausgebildet, die dem schrägen Straßenverlauf folgt. Entlang der Friedrich-Dessauer-Straße nimmt die stark rhythmisierte Gebäudeflucht der Schule den offeneren Charakter der gegenüberliegenden Straßenflucht auf. Ein vielseitig geöffneter Grundriss mit großzügigen Höfen und Lichtatrien kommuniziert mit der Parklandschaft im Norden, fungiert als bauliche Übergangszone und zeigt sich dennoch als geordnete Gesamtfigur. Der Aspekt der Verzahnung mit dem Naturraum wird auch durch die bauliche Trennung von Schule, Jugendhaus und Sporthalle befördert, die gleichzeitig dem Gedanken einer abnehmenden Bebauungsdichte Rechnung trägt. Das Plangebiet wird von einer Geländemodellierung gekennzeichnet die als Hauptmerkmal eine leichte Absenkung im Bereich des Verbindungsweges in Verlängerung der Robert-Koch-Allee zum Kätcheslachpark vorsieht. In dieser Senke wird das Jugendhaus so platziert, dass die Wegequerung mit nur unmerklicher Steigung über das Dach geführt werden kann. Diese Maßnahme ermöglicht eine ebenso ansprechende, wie selbstverständliche Entkoppelung der Flächen und schafft eine abwechslungsreich anregende Topografie.

Raumkonzept

Das Rückgrat der kammartig angelegten Raumstruktur der Schule wird durch eine Magistrale gebildet, die als "Schulstraße" das gesamte Gebäude durchzieht und die drei eigenständig angelegten Bereiche der Jahrganscluster miteinander verbindet. Die Räume dieser drei „Jahrgangshäuser“ legen sich jeweils um eine mittige Kommunikationsfläche mit grünem Lichthof und werden von überdachten Terrassenflächen flankiert. Die grünen Inseln als Zentren der Jahrgangscluster schaffen hohe Aufenthaltsqualität und werden als Klimapuffer gleichzeitig zu wichtigen Bestandteilen des Energiekonzeptes. Die drei Gebäudeköpfe an der Friedrich-Dessauer-Straße umfassen zwei abgeschlossene Hofflächen. Die westliche nimmt den Hauptzugang zur Schule auf. Entkoppelt von diesem stark frequentierten Eingangshof wird am östlichen Hof außen die Tiefgarageneinfahrt als ein selbstverständlich und unauffällig in die Gesamtfigur integriertes Element realisiert. Die Raumkonzeption ist als vielseitig individualisiertes Kontinuum angelegt, das neben organisatorischer Präzision auch ein hohes Maß an differenziert gestaltbaren Bereichen im Innen- wie auch Außenraum bietet. Diese kommunikativen Flächen fördern den Identifikationsfaktor, wirken assoziativ anregend und bieten eine Aufenthaltsqualität von hochwertiger Arbeits- und Lebensatmosphäre.